28.02.2010 | Team1 2009/2010
Erst in Verlängerung unterlegen
Am vergangenen Wochenende kam es in der Oberliga Sachsen zum Spitzenspiel zwischen dem in der Tabelle zweitplatzierten BBV Leipzig und ihrem direkten Verfolger, dem Bornaer nBB. Die Gastgeber aus Leipzig konnten am letzten Spieltag gegen das Team des BC Dresden punkten, die Gäste hingegen taten sich schwer gegen eine stark aufspielende Kamenzer Mannschaft, wollten nun aber zeigen, dass sie zu Recht zur Ligaspitze gehören und so sollte sich eine offene Partie entwickeln.
Beide Teams starteten langsam und es war zu erkennen, dass keine der beiden Mannschaften die andere durch unnötige Fehler ins Spiel bringen wollte. Dieses zaghafte Herantasten war auch auf der Punktetafel zu erkennen, die nach 6 Minuten einen Stand von 7:7 zeigte. Ein Spielfluss wollte sich nicht so recht entwickeln, oftmals wussten sich die Gäste nicht anders zu helfen und foulten die Leipziger beim Zug zum Korb. Das ligaweit beste Team von der Freiwurflinie zeigte schon im ersten Spielabschnitt, dass es diese Statistik nicht umsonst anführt und bot den Wyhrastädtern so Paroli. In einem mittlerweile hart umkämpften Spiel sicherten sich die Bornaer oftmals wichtige Rebounds und konnten durch einen gut aufgelegten Christopher Springsguth, welcher 8 seiner 16 Punkte hier beisteuerte, bis zum Viertelende mit 20:14 in Front gehen.
Im zweiten Abschnitt schien es so, als ob die nBB-Spieler den größeren Siegeswillen hatten, oftmals entschieden sie den Kampf um den Ball für sich und konnten so ihren Vorsprung weiter ausbauen. Deutlich zu sehen war dies, als der BBVL in diesem Viertel erst nach 5 gespielten Minuten seine ersten Punkte erzielte. Durch leichte Unachtsamkeiten in der Bornaer Verteidigung jedoch gelang es den Leipzigern, ihre gefährlichen 3-Punkte-Schützen in Szene zu setzen und den Rückstand dadurch im akzeptablem Bereich zu halten und so ging es mit einer 10-Punkte-Führung in die Halbzeitpause.
Im Anschluss an die Pause demonstrierten die Messestädter eindrucksvoll ihr Können und zeigten, dass man zu jeder Zeit mit ihnen rechnen muss. Mit einem 9:0-Lauf und guter Verteidigungsarbeit setzten sie ihre Gäste mehr als nur punktuell unter Druck. Erst nach über vier Minuten gelang es diesen, wieder den Faden ins Spiel zu finden und die ersten Punkte zu verbuchen. Eine wirkliche Gegenwehr gelang jedoch nicht und so gestalteten die Gastgeber dieses Viertel ganz zu ihren Gunsten und konnten durch ihren Lauf der ersten Minuten den Rückstand auf einen Punkt einschmelzen.
Spannung versprach nun also der vermeintlich letzte Spielabschnitt, in welchem beide Mannschaften konzentriert zu Werke gingen. Der nBB eröffnete dieses Viertel relativ schnell mit fünf Punkten, welche der BBVL mit ebenso vielen Zählern zu kontern wusste. Auf weitere Treffer warteten die Zuschauer vergebens, die Bornaer konnten im folgenden Verlauf nur noch 4 von 6 Freiwürfen verwandeln und keine Punkte aus dem Spiel heraus erzielen. Den Leipzigern erging es ähnlich und so lautete nach der regulären Spielzeit das Ergebnis 56:56, was bedeutete, dass erst nach der nun anstehenden Verlängerung ein Sieger feststehen würde.
Im fünfminütigen Entscheidungsabschnitt erwischten die Leipziger den besseren Start und konnten mit einem erfolgreichen Dreier in Führung gehen. Die Bornaer kämpften und hielten somit das Spiel offen, wussten sich jedoch zu oft nur mit einem Foul zu helfen, was zur Folge hatte, dass der BBVL an die Linie durfte. Eindrucksvoll behaupteten sie hier mit 7 von 7 verwandelten Freiwürfen die Führung und konnten so das Feld in einem spannenden Spitzenspiel als Sieger verlassen.
Steve Götze
Punkte:
Götze 2, Liebich 14, Morgenroth, Pfeil , Rouabah 11, Schmieder 11, Springsguth 16, Weber 10.
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