26.04.2008 | Team1 2007/08
Saisonrückblick 2007/2008
Vergangene Woche fand die Oberligasaison 2007/08 ihr gebührendes Ende. Und es war mit Sicherheit eine der spannendsten der letzten Jahre. Diesmal stellte sich jedoch nicht die Frage nach dem Meister, da sich der USC2 schnell als treibende Kraft der Liga herausstellte. Die entscheidende Frage war diesmal: Wer steigt ab und wer hält die Klasse. Unterstützt wird diese Aussage von der Tatsache, dass 5 Mannschaften am letzten Spieltag noch der Gang in die Landesliga drohte.
Hatte sich eine Zwei-Klassen-Gesellschaft in der Oberliga gebildet, in der es nur gute und schlechte Teams gab? Wohl kaum! Die Oberliga war ausgeglichener den je. Viele überraschende Spielausgänge unterstrichen diesen Fakt. Leider mussten auch unsere Akteure bis zuletzt zittern. Doch wie kam es dazu?
Der Grundstein zur kommenden Saison wurde bereits Juni gelegt. Aus finanziellen Gründen war man gezwungen, den TSV Kitzscher schweren Herzens zu verlassen und einen neuen Verein zu gründen. „neuseenBasketball Borna e.V.“ war geboren. Dem organisatorischen Neuanfang folgte ein spielerischer. Gleich 6 Spieler des Vorjahreskaders waren aus beruflichen Gründen gezwungen das Team zu verlassen, allesamt ehemalige Leistungsträger. Die Namen Michael und Norman Chill, Stephan Schinkel, Felix Freitag, Karsten Eitze und Frank Rößler suchte man nun vergebens auf den Spielbögen. Zudem hing Dominic Rübner seine Schuhe ebenfalls an den Nagel, um das Traineramt zu übernehmen.
Mit einem stark geschwächten Kader und einen noch unerfahrenen Trainer gab man das Ziel Klassenerhalt aus. Um dies zu erreichen, musste das Team jedoch stärker zusammenrücken und die Jugendspieler eine stärkere Rolle einnehmen. Zum Trainingsauftakt standen erstmals nur 8 Spieler bereit. Erste Zweifel am Ziel kamen auf, doch man wollte nicht aufgeben.
Im Rahmen der Saisonvorbereitung nahm man am Citibank-Cup in Leipzig teil. Obwohl das Team dort sieglos blieb, konnte man mit den Leistungen gegen die höherklassigen Teams aus Leipzig, Halle und Sandersdorf zufrieden sein. Kurz vor Saisonstart erhielt das Team noch weitere Verstärkungen durch Florian Wölke (BC Ottendorf-Okrilla), Jens Selka (BBC Cottbus) und Michael Miether (HSG Mittweida).
Dann war es soweit, der erste Spieltag stand vor der Tür. Zu Gast im DinterDome zu Borna war Ottendorf-Okrilla. In einem spannenden Spiel führten die Hausherren über nahezu die gesamte Partie. Eine Schwächephase am Ende kostete jedoch das Spiel und holte das Team auf den Boden der Tatsachen zurück. Auch das erste Gastspiel der noch jungen Saison beim BC Dresden wurde verloren und zeigte noch viele Baustellen im Team auf.
Nach einer weiteren Niederlage in eigener Halle gegen Görlitz fand man sich im Tabellenkeller wieder. Und nun war auch dem Letzten klar, dass dies eine schwere Saison werden wird und man hart um den Klassenerhalt kämpfen muss.
Vom bisherigen Saisonverlauf sichtlich an der Ehre gekratzt, folgte eine Trotzreaktion in Mittweida. Mit 55:67 konnte der erste Saisonsieg verbucht werden. Dieser Schwung konnte auch in das Heimspiel gegen Grimma mitgenommen und der zweite Sieg in Folge eingefahren werden. Sich im Aufwind befindend, konnte man gleich eine weitere erfreuliche Neuigkeit verkünden. Die beiden USC-Jugendspieler Maximilian Örtl und Justus Krüger werden dank einer Doppellizenz die neuseenBasketballer im weiteren Saisonverlauf unterstützen. Es schien alles nach Plan zu laufen. Nach anfänglichen Problemen bekam man dann auch das Spiel in Plauen unter Kontrolle und alles schien auf den dritten Sieg und den damit verbundenen Sprung ins Tabellenmittelfeld hinzudeuten. Jedoch schien es nur so. Durch eine desolate Schiedsrichterleistung und ein nicht unparteiisches Kampfgericht (wir berichteten) stand man am Ende mit leeren Händen da.
Die nächsten Spiele sollten keineswegs leichter werden. Trotz einer guten Leistung gegen den USC2 schaffte man es am Ende nicht, den Leipzigern ihre erste Saisonniederlage zuzufügen. Auch im folgenden Heimspiel gegen Wurzen blieb man erfolglos und erste Durchhalteparolen kamen auf. In der Folgewoche konnte man mit Thomas Rehme vor dem Spiel in Adelsberg einen Regionalliga erfahrenen Center in den eigenen Reihen begrüßen.
Sichtlich motiviert in Adelsberg angereist, folge jedoch ein Desaster. Mit der bis dato schlechtesten Saisonleistung und mangelnder Einstellung ging man letztendlich unter. Man befand sich mitten in der Krise. Die Mannschaft zeige immer noch große Schwächen und spielte nicht den gewollten Basketball. Umso erstaunlicher kam dann die Leistungssteigerung im Heimspiel gegen HTW Dresden. Durch eine desolate Freiwurfquote verlor man jedoch auch dieses Spiel und festige seinen Platz im Tabellenkeller. Das letzte Spiel der Hinrunde beim BBVL konnte trotz einer soliden Leistung in der 2. Halbzeit dennoch nicht siegreich beendet werden.
In der Hinrunde konnte man lediglich 2 Siege verbuchen, denen 9 Niederlagen gegenüberstanden. Das Saisonziel schien in weite Ferne gerückt zu sein. Was jedoch mehr sorgen bereitete, war die Spielweise des Teams. So war man in der Hinrunde nicht in der Lage, eine konstante Leistung über 40 Minuten hinweg zu bringen. Immer wieder war das Spiel durch zeitweise Einbrüche gekennzeichnet, die im Endeffekt viele Spiele kosteten. Auch eine durchweg schlechte Freiwurfquote hatte das ein oder andere Spiel gekostet.
Doch aufgegeben hatte man noch lange nicht! In einem Teammeeting besprach man Probleme und suchte deren Lösungen. Die Mission Rückrunde wurde ausgerufen und neu motiviert wollte man nun Taten folgen lassen. Ein weiterer wichtiger Schritt war die Verpflichtung von Center Dirk Wunderlich, der das Team dank seiner Erfahrung enorm nach vorne bringen sollte.
Erste Station der Mission Rückrunde war das Gastspiel bei den sympathischen Ottendorfern. Unser Team spielte souverän und ließ keinen Zweifel am Ausgang der Partie aufkommen. Mit 20 Punkten Vorsprung konnte Saisonsieg Nummer 3 eingefahren werden. Nächster Gegner war der Vorjahresmeister BC Dresden. Obwohl man das Spiel über weite Phasen ausgeglichen halten konnte, ging den Bornaer am Ende die Luft etwas aus und Dresden entführte zwei Punkte. Unbeeindruckt von der Niederlage trat man die lange Fahrt nach Görlitz an. In einem Guten Spiel gelang es erstmalig, einen Sieg aus Görlitz zu entführen und die Mission Rückrunde war im vollen Gange. Wie bereits in der Hinrunde konnte man Mittweida und Grimma erneut schlagen und stellte mit diesen Siegen den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze her.
Durch eine Knie-OP fiel Coach Rübner nun für unbestimmte Zeit aus. Da seine Aufgaben jedoch vom erfahrenen Trainer Sebastian Neuhäuser übernommen wurden, fiel dieser Ausfall nicht sehr ins Gewicht. Mit einem Sieg im folgenden Heimspiel gegen Plauen wollte man die Abstiegsplätze verlassen. Die Vogtländer spielten jedoch erstaunlich stark in Borna auf und wollten sich nicht ohne weiteres geschlagen geben. Eine abermals schlechte Freiwurfquote des Heimteams sorgte dann auch dafür, dass es auch nicht so kam. Die Bornaer standen nach 40 Minuten abermals ohne Zählbares da.
Mittlerweile schreiben wir Spieltag 18. Die neuseenBasketballer stehen immer noch auf einem Abstiegsplatz. Dass der kommende Gegner ausgerechnet der USC2 war, schien da niemanden glücklich zu stimmen. Doch die Bornaer präsentierten sich abermals gut. Zwei Minuten vor Spielende führte man mit 4 Punkten gegen die Leipziger. Eine Sensation deutete sich an. Doch die Leipziger zeigten sich in der Endphase einmal mehr routiniert und drehten die Partie in der Endphase.
Der Klassenerhalt war wieder in weite Ferne gerückt. Doch gerade jetzt bewies die Mannschaft Moral. Jedes Spiel wurde von nun an als Endspiel angesehen. Mit dem Rücken zur Wand reise man nach Wurzen und ließ den Worten Taten folgen. Mit einer starken Leistung konnte man den Gastauftritt mit 60:70 siegreich gestalten und Hoffnung keimte wieder auf. Auch Endspiel Nummer 2 gegen Adelsberg konnte gewonnen werden. Dank Schützenhilfe hatte man die Abstiegsplätze verlassen und konnte nun sogar mit einen Sieg am vorletzten Spieltag bei HTW Dresden vorzeitig den Klassenerhalt sichern. Bis zur Halbzeit sah es auch nach einem Sieg aus. Danach verlor das Team jedoch komplett seine Linie, auch das Trainergespann Neuhäuser/Rübner wussten nun nicht weiter. Eine abermals desolate Freiwurfquote (16/38) besiegelte die knappe Niederlage.
Nun kam es zum großen Showdown. Fünf Teams konnten am letzten Spieltag noch absteigen, mittendrin leider auch unser Team. Jedoch hatte man alles selbst in der Hand. Mit einem Sieg gegen den BBVL würde man selbst die Klasse halten können. Im Falle einer Niederlage wäre man auf Schützenhilfe angewiesen. Vom Trainergespann motiviert, zeigte man eine souveräne Leistung und machte gleich vom Spielbeginn an klar, dass man nicht absteigen wollte. Im Verlauf der Partie konnte man den Vorsprung kontinuierlich ausbauen, beendete das Spiel siegreich mit 79:59 und belegte in der Endabrechnung den 7. Tabellenplatz.
Das Saisonziel wurde im Endeffekt doch noch erreicht und man steht vor einer weiteren Oberligasaison! Die Leistung in der Rückrunde zeigte ebenfalls das Potential des Teams auf und lässt auf kommende Saison hoffen.
Wir sehen und zur neuen Spielzeit!







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ähem, du meinst im kampf um den aufstieg?!? ]:)
sehr schöner bericht ...
hoffe wir das es für uns nächste saison genauso spannend weiter geht... natürlich beim kampf um die oberen tabellenplätze :)
das war ne wilde saison... den rückblick find ich gut gelungen! mir flogen eben einige bilder vorm inneren augen vorbei... nun stehen erstmal einige planungen an und dann gehts mit vollgas in die neue saison.