30.11.2007 | TeamZWO 2007/08
Borna verliert Spiel im letzten Viertel
Donnerstagabend zur Prime Time, Spitzenspiel in der Sporthalle des Lichtenberg Gymnasiums in Leipzig-Grünau, der BBV Leipzig empfing den Tabellenführer aus Borna. Oder anders: Nandor Kovács vs. Michael Chill. Beide Akteure boten den zahlreich erschienen Zuschauern ein Spiel der Extraklasse, dass der BBVL letzten Endes für sich entscheiden konnte. Nach 40 turbulenten Minuten lautete das Ergebnis 83:68 zugunsten Leipzigs.
Im Kader stand erstmals in dieser Saison Michael Chill, der im Trikot der neuseenBaskets überhaupt sein Debüt feierte (Anmerk. d. Red.: Er kam, sah und traf). Das Spiel begann, unter dem Motto „wir wollen den Sieg heute mehr als der BBVL…“, auch gleich mit 12 Punkten in Folge für den Debütanten mit der Nummer 14, nur unterbrochen durch Freiwürfe und Dreier der Heimmannschaft (5:12, 4. Min). Danach wurde vier Minuten nicht gescored, der BBVL erzielte in dieser „Ruhepause“ der Gäste jedoch 14 Punkte am Stück (19:12, 8.).
Mit einem 5-Punkt-Vorsprung (23:18) ging es ins zweite Viertel, das sich vom ersten nicht wesentlich unterschied. Michael Chill trifft für Borna, Nandor Kovács antwortet für die Leipziger per Dreier. Dank einer konzentrierten Defensiv-Leistung konnte dieses Viertel mit einem Punkt gewonnen werden. Halbzeitstand: 39:35.
Nach der Pause war Borna darauf bedacht, mit Schwung aus dem vergangenen Viertel, den Vorsprung des BBVL langsam und kontinuierlich abzubauen. In der 25. Minute eroberte man sich dann die Führung zurück (48:46). Kurz vor Ende kassierte Bornas No. 14 sein 5. persönliches Foul beim Stand von 54:51. Ohne die nötige Konzentration und den Druck auf Spielmacher Kovács verlor man leider den Faden und musste mit Ansehen, wie Dreier um Dreier im eigenen Korb versenkt wurde. Chancenlos musste man sich dem Team um Kapitän, Coach und Topscorer des BBVL N. Kovács (37 Pkt., 7 Dreier), am Ende mit 83:68 geschlagen geben.
Ein Fazit ist schnell gezogen. Bedanken kann man sich bei Michael Chill, der 63% aller nBB-Zähler erzielt hat, dass bis zum letzten Durchgang das Match offen gehalten werden konnte. Die Center konnten dieses Mal leider kaum Akzente setzen. Schwach agierten vor allem die Bankspieler im Hinblick auf die Punkteausbeute (nur André Liebich traf). Doch dies ist ein Manko, welches aus dem letzten Jahr noch bekannt ist. Zu wenig klare Wurfchancen, zu wenig Bewegung und viele, teilweise erzwungene Einzelaktionen lautet die Schlussfolgerung.
Über dieses Spiel sollen noch folgende Daten die Bornaer Basketballer zum Nachdenken anregen: Im gesamten Spiel konnten sich nur 5(!) von 11 Spieler in die Scorerliste eintragen, ebenso viele Spieler gingen mit 0 Fouls aus der Partie, im zweiten Viertel hat sich nur Dominic Rübner getraut, einen Gegenspieler am Korberfolg (unfair) zu stoppen (= ein Teamfoul). Nach dem Minimalprinzip, hätten die neuseenBaskets (fast) ihr Ziel erreicht. Wenn da nicht das letzte Viertel gewesen wäre…
Das nächste Spiel von Team Zwo verspricht sicher wieder einen hohen Unterhaltungswert. Kommenden Dienstag ist das Team von Automation 61 Leipzig II in der Dinterhalle zu Gast (Tip-Off: 20:30 Uhr).
Denny Schroth
Die Punkte für Borna:
Chill, M. 43 Punkte, Rübner 10, Zimmerlich 6, Jähnichen 5, Liebich A. 4,
Neumann, Müller, Himmelsbach, Kuhnert, Friedrich, Schroth.







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